Was macht man, wenn man ein Allstar Team aus Veteranen für ein Spiel auf die Beine stellt und noch eine Kirsche braucht, die man oben auf die Sahne drauf setzt? Wenn die Veteranen gegen die aktuelle 1. Mannschaft der Wiesbaden Phantoms antreten und noch einmal so richtig das Gridiron rocken wollen?

Ganz klar.
Man lässt sich den Spielball einfliegen.
Mit einem Hubschrauber.
Noch besser, man lässt sich den Spielball von Fallschirmspringern bringen, die aus einem Hubschrauber über dem Spielfeld abspringen.

Es dauerte zwar, das Ganze zu organisieren, aber gut Ding will Weile haben.

Fallschirmspringer zu finden, die diese verrückte Sache mitmachen war das kleinere Problem. Im Kader der Veteranen gab es den einen oder anderen erfahrenen Springer, auch wenn das schon etwas länger her war. Und Springer von Out Of Town zu bekommen war auch schnell bewerkstelligt.

Etwas problematischer war es, eine Absprunggelegenheit, sprich, einen Hubschrauber zu bekommen. Es stellte sich heraus, dass die Anmietung eines Hubschraubers samt Pilot für das Unterfangen sehr teuer war. Das gab unsere Portokasse der Kaffeekasse nicht her. Also musste ein Plan B her, den man ohne viel Wind zu machen umsetzen konnte. Das Ganze sollte schließlich am Spieltag eine Überraschung werden.

Doch das Glück ist mit den Mutigen! Die Amerikaner boten uns an, aus einem Blackhawk Hubschrauber abzuspringen, der in Erbenheim stationiert ist. Splendid!

Wir gingen die ganze Sache am Freitag vor dem Spiel noch einmal durch. 30 Minuten vor Spielbeginn sollte auf dem Airfield angerufen werden, damit der Hubschrauber zeitnah in die Luft kam. Am Spielfeldrand stand ein Amerikaner mit einem Flugfunkgerät. Damit sollte eine Minute vor geplantem Spielbeginn der Hubschrauber aus seiner Warteposition abgerufen werden, das Spielfeld in ca. 3000ft (ca. 900m) überfliegen und die Springer absetzen. Zur besseren Sichtbarkeit sollten die Springer Rauchpatronen beim Absprung zünden.

So weit der Plan.

"Every time I make a plan, God laughs at me."
- Jason Isaacs
Man saß bereits im Hubschrauber, als die Starterlaubnis zurückgezogen wurde. Es lag keine Absprungerlaubnis für den Bereich des Spielfelds vor. Was genau vorgefallen ist, konnte in der Kürze der Zeit nicht geklärt werden. Jetzt mußte der Spieler samt Spielball in Rekordzeit vom Airfield zurück zum Spielfeld gebracht werden.

Die Enttäuschung der Spieler und Zuschauer über das entgangene Spektakel hielt sich in Grenzen. Da es eine kurzfristig angekündigte Überraschung für alle Beteiligten hätte werden sollte, wussten sowieso nur eine Handvoll Eingeweihte von der gescheiterten Aktion.

Aber es wäre wirklich die Kirsche auf dem Sahnehäubchen gewesen!

Mehr Fotos aus der Anfangszeit der Wiesbaden Phantoms sind auch online in meinem Fotoarchiv Lichtbildwerkstatt.Net zu finden!

Stay tuned for more to come and don't forget to support the Wiesbaden Phantoms. Vor allem aber, bleibt gesund!

Have fun!
Howard #70

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