Ich habe bereits an anderer Stelle über unser zweites Heimspiel gegen die Heidelberg Black Knights geschrieben.

Founder has fallen
Überraschendes Field Goal

Auch heute noch erscheint mir das zweite Heimspiel aus verschiedenen Gründen als die wirkliche Feuertaufe der Wiesbaden Phantoms. Dagegen war das allererste (Heim)Spiel gegen die Saarlouis Wölfe "a piece of cake".

Das ernste Problem bestand schon vor Beginn des Spiels in dem Fehlen von Spielerpässen (auch darüber habe ich schon geschrieben). Die Phantoms standen mit ihrer Mannschaft am Spielfeld, die Heidelberger kamen mit ihrem Reisebus auf dem Hainerberg an und die Schiedsrichter überprüften die Spielerpässe und die regelgerechte Ausrüstung der Spieler (alle Pads vorhanden, keine Schraubstollen, usw.). Dabei fiel den Schiedsrichtern natürlich das Fehlen von Spielerpässen auf. Es waren über vierzig Spieler der Phantoms anwesend, jedoch nur knapp über zwanzig Spielerpässe. Das führte natürlich zu Diskussionen, denn die Schiedsrichter und wohl auch die Heidelberger bestanden darauf, dass nur derjenige spielberechtigt ist, der auch einen Spielerpass vorlegen kann. Und die Heidelberger wollten erst gar nicht antreten. Nach einiger Zeit kam dann unser Trainer Alvin Hayes zu uns und nahm eine Umstellung der Mannschaft vor. Man hatte sich darauf geeinigt, dass die Heidelberg Black Knights antreten und die Phantoms nur mit den Spielern antreten, für die auch ein Spielerpass vorgelegt werden kann.

Für uns Phantoms bedeutete das, dass wir so wenige waren, dass einige von uns beide Wege spielen mussten. Das heißt, diese Spieler standen IMMER auf dem Feld und spielten sowohl Offense als auch Defense. Ich erinnere mich, dass unsere amerikanischen Spieler David Alexander und Valentino Stevens beide Wege spielten und nach einiger Zeit auch entsprechend erschöpft waren.
Ich spielte Offense Line und hin und wieder auch Defense Line. Ich war also nicht ständig auf dem Platz, auch wenn ich beide Wege spielte.

Heidelberg Black Knights 1985Heimspiel der Heidelberg Black Knights gegen die Wiesbaden Phantoms. Da ich verletzt war konnte ich nur fotografieren und nicht spielen. (Foto: Howard Fuhs)

Vor ein paar Jahren hatte ich die Gelegenheit, mit Andre Huber über das Spiel zu sprechen. Er bestätigte meine Erinnerung, dass dieses Spiel wohl auch zeimlich lange gedauert hat. Es kam mir jedenfalls so vor, als wollte es kein Ende nehmen. Zusammen mit den anderen Anekdoten über dieses Spiel, war es wohl eines der Härtesten, jedenfalls für eine Anfängermannschaft in ihrem ersten Ligajahr.

Sidenote: An unserer Teamzone hielten sich während dieses Spiels auffällig viele Spieler der Dieburg Pioneers als Zuschauer auf und sparten auch nicht mit hämischen Kommentaren. Es stellte sich jedoch später heraus, dass die Pioneers kein ernsthafter Gegner für die Phantoms waren. Den Rest kann man hier nachlesen.

Stay tuned for more to come and don't forget to support the Wiesbaden Phantoms. But first of all, stay healthy!

Have fun!
Howard #70

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