Auch wenn die Wiesbaden Phantoms mit sehr viel Motivation in ihrer ersten Spielsaison entsprechend erfolgreich auf dem Platz waren, wurden durch organisatorische Versäumnisse die Erfolge am grünen Tisch annulliert.

Diese kleine Vorgeschichte muß erzählt werden, um einige noch folgenden Anekdoten in einen Kontext zu setzen. Auch hier gilt, ich war damals nur Spieler und nicht in alle Aktivitäten und Entscheidungen mit einbezogen. Ich beschreibe hier nur was ich selbst miterlebt habe und behaupte nicht, über die gesamte Lage im Bild gewesen zu sein.

“Anecdotes are not scientific”
- Ian McCallum

Irgendwann wurden die Phantoms vom damaligen Verein 1.FC Nord beim Verband zur Ligateilnahme angemeldet. Das muß in den ersten Monaten 1985 erfolgt sein, da wir bis Dezember 1984 nicht genügend Leute im Training hatten, um eine Mannschaft aufstellen zu können. Ich kann mir deshalb gut vorstellen, wie kurzfristig diese Anmeldung gewesen sein muß.

Ich muß an dieser Stelle auch kurz erklären, daß zu dieser Zeit ein kleiner Football-Boom stattfand und sehr viele Mannschaften gegründet wurden. Machten wir uns 1984 noch die Hoffnung im nächsten Jahr in der ersten Liga mitspielen zu dürfen, lagen 1985 dem Verband so viel Neuanmeldungen vor, daß der Verband eine zweite Liga mit den neuen Teams füllen mußte. Wir Phantoms mußten in dieser Regionalliga starten.

Mit der Anmeldung zur Teilnahme am Ligabetrieb muß der Verein auch die Spieler melden um Spielerpässe zu erhalten. Anhand der Spielerpässe wird vor dem Spiel durch die Referees festgestellt, welche Spieler am Spiel teilnehmen. Der Spielerpaß ist die Teilnahmeberechtigung am Spielbetrieb. Kein Spielerpaß kein Spielespaß!

Als wir vom Footballverband die Spieltermine für die vor uns liegende Saison bekamen, hielten wir noch keine Spielerpässe in den Händen. Das allererste Footballspiel der Wiesbaden Phantoms sollte am Samstag, den 05. Mai 1985 stattfinden. Wir riefen den im Verband für die Spielerpässe zuständigen Herrn K. (Name dem Autor bekannt und er wird ihn auch NIE vergessen) an und erhielten die Auskunft, die Spielerpässe würden in den nächsten Tagen eintreffen.

Wohl wahr gesprochen, die Spielerpässe trafen ein, jedoch nur für einen kleinen Teil der angemeldeten Spieler. Es waren nur knapp die Hälfte der Spielerpässe. Anscheinend wurde nach der Methode first come first serve verfahren, denn die Spieler die bereits 1984 den Aufbau betrieben haben, hatten auch einen Spielerpaß. Ebenso wie die Spieler die im Januar 1985 zu den Phantoms gestoßen sind.

Ich erinnere mich noch, wie Sven Jacob mit mir über sie Sache sprach und sich telefonisch mit Herrn K. von der Spielerpaßstelle in Verbindung setzte. Das Ganze kulminierte dann darin, daß Sven und ich an einem Samstag im April mit Svens silbernen VW Polo Richtung Stuttgart fuhren, da Herr K. dort in der Nähe wohnte.

Ich weiß nicht mehr, ob er uns noch weitere Spielerpässe bei dieser Gelegenheit übergeben hat. Ich erinnere mich aber sehr gut an die Zusage, die er uns gegeben hat. Da ihm die Anträge auf Spielerpässe vorliegen würden, könnten diese Spieler uneingeschränkt am Spielbetrieb der Liga teilnehmen, auch wenn der Spieler noch nicht über einen Spielerpaß vor Ort, zur Prüfung durch die Referees, verfügte. Er, als die Paßausgabestelle, wisse ja Bescheid.

Auf diese mündliche Zusage haben wir uns verlassen. Damit nahm das Verhängnis seinen Lauf!

Es war mit ein Grund für unsere Zurückstufung durch den Verband wegen organisatorischer Fehler. Wir waren in den meisten Spielen mit einer Mannschaft angetreten, die nicht über die nötigen Spielerpässe verfügte.

Stay tuned for more to come and don't forget to support the Wiesbaden Phantoms!

Have fun!
Howard #70

Entwürfe für Aufkleber
Entwürfe für Aufkleber aus dem Jahr 1984/85

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